Archiv: Dieser Beitrag wurde erstmals 2022 veröffentlicht. Er gibt den Kenntnisstand, die Produktbezeichnungen und die Formulierungen der damaligen Zeit wieder. Aktuelle, produktspezifische Informationen finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.
„Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.“ Wäre Plastik schon Ende des 18. Jahrhunderts ein Thema gewesen, hätte Goethe vielleicht nicht über Besen und Wassereimer geschrieben, sondern über Plastiktüten und Plastikbecher …
Seit Kunststoff als Allzweckwunder die Welt eroberte und langlebige, leichte und hygienische Produkte lieferte, die zudem preiswert und oft grell bunt waren, ist viel geschehen. Wer hätte sich damals Müllberge bis zum Horizont vorgestellt oder Fische, die verenden, nachdem sie sich in treibenden Plastikabfällen verfangen haben?
Seit den 1970er-Jahren soll Recycling das Problem lösen, und neue Verpackungsvorschriften zielen derzeit auf höhere Recyclingquoten ab.
Doch löst das wirklich das Problem?
Natürlich ist es besser, wenn Kunststoffartikel nach einem Schmelz- und Reinigungsprozess zu neuen Produkten – etwa zu Kunststofffolie – verarbeitet und so wiederverwendet werden. Doch was kommt danach?
Selbst mehrfach recycelte Kunststoffverpackungen landen am Ende ihres Lebenszyklus auf einem der stetig wachsenden Müllberge oder im Meer. Wenn sie es überhaupt so weit schaffen. Denn viel zu viel Kunststoff landet aus Unachtsamkeit oder Bequemlichkeit am Straßenrand, im Wald oder auf Feldern, wo er im schlimmsten Fall Hunderte von Jahren überdauern kann!
Doch was wäre, wenn Verpackungen, die nicht korrekt entsorgt werden und unsachgemäß in die Natur gelangen, einen Plan B mitbrächten?
Unbehandelte Naturfasern wie Papier oder Karton würden innerhalb relativ kurzer Zeit verrotten. In vielen Fällen bieten sie jedoch keinen ausreichenden Schutz für die verpackte Ware – weder vor Feuchtigkeit noch vor Mikroorganismen oder Schimmel. Werden biologisch abbaubare Produkte jedoch mit einer schützenden Kunststofffolie versehen, belasten sie die Umwelt erneut.
Ein unlösbares Dilemma?
Verpackung neu denken heißt: Wir brauchen ein Verfahren, das biologisch abbaubarem Material neue, wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften verleiht und die Verpackung dabei papierbasiert hält.
Das ist das Ziel der Produktinnovation SiOPack®: Die ultradünne nanopool Beschichtung stattet unbehandeltes Papier oder unbehandelten Karton mit einer Barriere aus, die Feuchtigkeit und Schmutz abweist. Sie ist darauf ausgelegt, die Recyclingfähigkeit des Papiers nicht zu beeinträchtigen; Recyclingfähigkeit und Kompostierbarkeit einer fertigen Verpackung hängen von ihrem gesamten Materialaufbau ab.