Beschichtete Weinkorken retten den guten Geschmack. Ein Nanotechnologie-Produkt gegen Korkgeschmack

Archiv: historische Pressemitteilung mit dem Stand ihres ursprünglichen Veröffentlichungsdatums. Sie gibt den damaligen Wissensstand, die damaligen Produktnamen und Formulierungen wieder und stellt keine aktuelle Produktaussage dar; Zitate werden wie ursprünglich veröffentlicht wiedergegeben. Aktuelle, produktspezifische Informationen finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.

Für Weintrinker ist es oft eine große Enttäuschung, wenn die für den Abend ausgewählte gute Flasche einen schimmelig-muffigen Geschmack hat. Für Winzer ist es ein weltweites Problem, das sich auch mit Glas- oder Kunststoffkorken nicht lösen lässt. Die Rede ist vom sogenannten Korkgeschmack. Das saarländische Unternehmen Nanopool bietet nun erstmals eine innovative Lösung für das Korkproblem an.

Nach Schätzungen der EU-Kommission beläuft sich der europaweite Schaden durch muffigen Korkgeschmack im Wein auf rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Winzer und Verbraucher fürchten gleichermaßen den sogenannten „korkigen“ Wein. Als Hauptursache des klassischen muffigen Korkgeruchs gilt 2,4,6-Trichloranisol (TCA). Diese Verbindung ist extrem geruchsintensiv; schon wenige milliardstel Gramm pro Liter Luft genügen, um den guten Geschmack des Weins zu verderben. Sowohl die Herstellungsgeschichte des Korkens als auch die Geschichte des Weins selbst können diesen muffigen Geruch auslösen. Die Weinbranche sucht seit vielen Jahren nach Lösungen. Doch weder Schraubverschlüsse noch Glas- oder Kunststoffkorken konnten sich bisher durchsetzen.

Das saarländische Unternehmen Nanopool bietet nun eine ebenso einfache wie geniale Lösung an. Dem Unternehmen ist es gelungen, eine ultradünne Schicht zu entwickeln, die vor der Abfüllung auf die Korkoberfläche aufgebracht wird. Die Nanoschicht wirkt auf zweierlei Weise: Zum einen soll sie gegen bestimmte Schimmelpilzarten wirken, die den Korkgeschmack verursachen. Zum anderen soll sie die Phenol- und Chloranisolverbindungen, die sich bereits während der Korkherstellung vor der Verkorkung gebildet haben, immobilisieren und ihre Extraktion in den Wein verringern.

Zur Zuverlässigkeit dieses Verfahrens verweist Ralf Jürgens, Senior Engineer bei der Nanopool GmbH, auf zahlreiche Studien: „Wir haben mikrobiologische Tests und Untersuchungen an akkreditierten Instituten durchgeführt, die allesamt die antimikrobielle Wirkung der nanopool-Beschichtung bestätigen.“ Die Beschichtungen lassen sich einfach auftragen und können in jedem Korkherstellungsbetrieb sowie von Winzern und Abfüllern eingesetzt werden.

Der Geschäftsführer des Unternehmens, Sascha Schwindt, weist ausdrücklich auf die Lebensmitteltauglichkeit der Beschichtung hin: „Das Produkt erfüllt selbstverständlich die Anforderungen an Lebensmitteltauglichkeit und hat keinen Einfluss auf die Reifung und den Geschmack des Weins. Die Schicht ist unsichtbar und auch nicht fühlbar. Die Haptik des Korkens wird in keiner Weise verändert. Für den Weintrinker ist ein beschichteter Korken nicht erkennbar.“ Den durchgeführten Studien zufolge wurden die technischen Anforderungen des Abfüllers, wie Dichtheit, Kompressionskraft, Auszugskraft usw., durch die Beschichtung nicht beeinträchtigt, sodass in der Verarbeitung keine Änderungen zu erwarten sind.

Damit bietet die Nanopool GmbH eine mögliche Antwort auf die jahrelange Suche der Weinbranche nach Alternativen zum Naturkorken, die den Qualitätsstandards und ästhetischen Erwartungen der Weinkonsumenten gerecht werden.