PV-Retrofit zur Leistungssteigerung – Langzeit-Feldergebnisse

Ultradünne SiO-Funktionsschichten zur Effizienzsteigerung bestehender Photovoltaikanlagen

Überblick

Die Leistungssteigerung bestehender Photovoltaikanlagen gewinnt weltweit zunehmend an Bedeutung. Während der Ausbau neuer Solarparks weiter voranschreitet, besteht ein erheblicher Anteil der installierten Photovoltaikleistung aus Anlagen, die seit vielen Jahren zuverlässig in Betrieb sind.

Viele dieser Anlagen sind technisch weiterhin intakt, weisen jedoch vermeidbare Energieverluste durch Reflexion, Verschmutzung und Umwelteinflüsse auf.

Langzeit-Feldmessungen zeigen, dass ultradünne SiO₂-basierte Funktionsschichten auf Photovoltaikglas messbare Verbesserungen des Energieertrags ermöglichen können, ohne dass elektrische oder mechanische Komponenten verändert werden müssen.

Diese nicht-invasive Retrofit-Technologie erlaubt eine Effizienzsteigerung bestehender Photovoltaikanlagen ohne Modulaustausch oder Änderungen an der elektrischen Infrastruktur.

Globales Potenzial von PV-Retrofit-Technologien

Die weltweit installierte Photovoltaikleistung hat inzwischen die Terawatt-Größenordnung erreicht. Ein bedeutender Anteil dieser Anlagen wurde zwischen 2000 und 2015 errichtet und befindet sich weiterhin im Betrieb.

Diese Systeme arbeiten meist zuverlässig, zeigen jedoch messbare Effizienzverluste durch:

  • Reflexionsverluste an der Glasoberfläche
  • Ablagerung von Staub und Partikeln
  • ungleichmäßiges Benetzungsverhalten
  • thermische Belastung

Retrofit-Technologien, die ausschließlich die Glasoberfläche modifizieren, ermöglichen eine Leistungssteigerung ohne Austausch von Modulen oder Eingriffe in elektrische Systeme.

Dieser Ansatz eignet sich besonders für große Photovoltaikanlagen.

Technologisches Prinzip

Ultradünne SiO₂-Funktionsschichten verändern die Oberflächenenergie von Photovoltaikglas im Nanometerbereich.

Die Beschichtung bildet eine dauerhaft gebundene funktionale Glasoberfläche mit folgenden Eigenschaften:

  • verbesserte Lichttransmission
  • reduzierte Reflexionsverluste
  • bessere Nutzung diffuser Einstrahlung
  • reduzierte Schmutzhaftung
  • verbessertes natürliches Reinigungsverhalten

Da ausschließlich die Glasoberfläche verändert wird, bleiben elektrische und mechanische Eigenschaften unverändert.

Die Technologie kann sowohl bei Neuinstallationen als auch bei bestehenden Anlagen eingesetzt werden.

Ergebnisse aus Langzeit-Feldmessungen

Langzeitmessungen in Photovoltaikanlagen unterschiedlicher Klimazonen zeigen konsistente Leistungsverbesserungen.

Optischer Basiseffekt

Verbesserte Lichttransmission führt typischerweise zu:

Staubbelastete Umgebungen

In Regionen mit hoher Staubbelastung kann die Kombination aus optischen Effekten und reduzierten Verschmutzungsverlusten zu folgenden Verbesserungen führen:

Unter extremen Umweltbedingungen wurden höhere Werte beobachtet.

Langzeitstabilität

Mehrjährige Beobachtungen zeigen stabile Leistungsverbesserungen über lange Betriebszeiträume.

Die größten Unterschiede zeigen sich typischerweise:

  • in den Morgen- und Abendstunden
  • bei diffuser Einstrahlung
  • bei wechselnden Wetterbedingungen

Diese Beobachtungen bestätigen die verbesserte Nutzung diffuser Einstrahlung.

Einfluss auf Verschmutzung und Reinigung

Verschmutzung gehört zu den wichtigsten Ursachen für Leistungsverluste in Photovoltaikanlagen.

Funktionalisierte Glasoberflächen reduzieren die Haftung von Partikeln deutlich.

Feldbeobachtungen zeigen:

  • verlängerte Reinigungsintervalle
  • stabilere Transparenz der Moduloberfläche
  • reduzierten Wasserverbrauch
  • geringeren Wartungsaufwand

In trockenen Regionen kann natürliche Reinigung durch Wind und Regen einen großen Teil der Verschmutzungen entfernen.

Diese Effekte sind besonders relevant für große Solarparks.

Industrielle Anwendungen

Die Technologie wurde bereits in Photovoltaikanlagen unterschiedlicher Klimazonen eingesetzt.

In Teilen Asiens wird die Oberflächenfunktionalisierung zunehmend in reguläre Wartungsprozesse von Solarparks integriert.

Die Anwendung erfolgt ohne Demontage der Module und ohne Eingriffe in elektrische Systeme.

Dadurch eignet sich die Technologie besonders für große Photovoltaikanlagen.

Sicherheit und Materialverträglichkeit

Ultradünne Funktionsschichten beeinflussen weder elektrische Sicherheit noch mechanische Stabilität von Photovoltaikmodulen.

Untersuchungen zeigen:

  • stabile elektrische Parameter
  • keine mechanische Belastung der Module
  • vollständige Materialverträglichkeit mit Photovoltaikglas

Die Technologie ist für langfristigen Einsatz geeignet.

Wirtschaftlichkeit

Bereits moderate Verbesserungen des Energieertrags können bei großen Photovoltaikanlagen erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen.

Zusätzliche Energieproduktion und reduzierte Reinigungskosten können zu attraktiven Amortisationszeiten führen.

PV-Retrofit-Technologien bieten daher eine wirtschaftlich interessante Möglichkeit zur Verbesserung bestehender Photovoltaikanlagen ohne große Investitionen.

Besonders relevant ist dies für:

  • große Solarparks
  • staubbelastete Regionen
  • wasserarme Gebiete

Schlussfolgerung

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

PV-Retrofit bezeichnet Maßnahmen zur Erhöhung des Energieertrags bestehender Photovoltaikanlagen ohne Austausch von Modulen oder Veränderungen der elektrischen Systeme.

Oberflächenfunktionalisierungen können die Lichttransmission verbessern und Verschmutzungsverluste reduzieren.

Langzeit-Feldmessungen zeigen typischerweise:

  • 2–5 % Mehrertrag durch verbesserte Lichttransmission
  • 5–20 % Mehrertrag in staubbelasteten Regionen

Die tatsächlichen Ergebnisse hängen von Standort und Betriebsbedingungen ab.

Ultradünne Funktionsschichten verändern ausschließlich die Glasoberfläche von Photovoltaikmodulen.

Elektrische und mechanische Eigenschaften bleiben unverändert.

Langjährige praktische Erfahrungen zeigen einen stabilen Betrieb ohne Auswirkungen auf die Sicherheit der Module.

Ja.

Die Beschichtungen können in bestehenden Photovoltaikanlagen aufgebracht werden, ohne Module auszubauen oder elektrische Systeme zu verändern.

Dies ermöglicht eine effiziente Umsetzung auch bei großen Anlagen.

Funktionalisierte Glasoberflächen reduzieren die Haftung von Staubpartikeln und anderen Ablagerungen.

Verbessertes Benetzungsverhalten ermöglicht eine effektivere Reinigung durch Regen und Wind.

Bereits moderate Ertragssteigerungen können bei großen Photovoltaikanlagen erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen.

Zusätzliche Energieproduktion und reduzierte Reinigungskosten können zu kurzen Amortisationszeiten führen.

PV-Retrofit-Technologien auf Basis nanoskaliger Oberflächenfunktionalisierung werden bereits in Photovoltaikanlagen verschiedener Klimazonen eingesetzt.

Langzeitbeobachtungen zeigen stabile Leistungsverbesserungen.

Die hier beschriebenen Technologien und Langzeituntersuchungen basieren auf Arbeiten von:

Dieter Schwindt
Founder und Technischer Direktor – nanopool GmbH

www.nanopool.eu
Zertifizierter Sachverständiger für Nanotechnologie und Oberflächenfunktionalisierung
Deutschland